Ceres & Company 2007
Von Beate Metz
In diesem Artikel möchte ich kurz aufzeigen, wie sich Ceres & Company in die Hauptaspekte dieses Jahres einfügen und die jeweilige Entwicklungsaufgabe in den unmittelbaren Alltag holen können.
Lilith
Lilith läuft zu Jahresbeginn durch Waage und in der zweiten Jahreshälfte durch Skorpion. Ein deutlicher Hinweis, dass Beziehungen zu den Themen gehören, in denen Auseinandersetzungen unausweichlich sind. Lilith braucht neun Jahre für eine Reise durch den Tierkreis, Ceres, Pallas und Juno ungefähr viereinhalb. Vesta braucht dreieinhalb und halbiert damit ein Saturnquadrat. Vesta als die alltägliche Ordnung wiederherstellende und im Jetzt verankernde Kraft dürfte uns im Saturnjahr 2007 ebenfalls besonders gute Dienste leisten.
Ceres
Ceres läuft 2007 von Anfang Fische bis Stier, wo sie auf 23 Grad 59 rückläufig wird, auf dem Grad ihrer Entdeckung 1801. Dort wo sich im Mai 2000 Jupiter und Saturn trafen (22 Grad 38) und Mars im Herbst 2005 rückläufig wurde (23 Grad 22). Unsere irdischen Ressourcen und unser Umgang damit rücken in den unmittelbaren Vordergrund – und das tun sie ja auch in den aktuellen Nachrichten.
Wenn sich im Mai 2007 eine große Drachenfigur zwischen Lilith in Waage, Jupiter in Schütze (später auch mit Pluto), Neptun in Wassermann und Venus in Zwillinge bildet und es nicht leicht sein wird, den Tanz zwischen idealistischer Liebe und der Gerechtigkeit und Harmonie im Beziehungsalltag nicht zu einem hektischen Charleston werden zu lassen, entsteht gleichzeitig auch eine weitere Drachenfigur aus Jupiter in Schütze, Ceres in Widder, Saturn in Löwe und Venus in Zwillinge als Kopf des Drachens. Und ein dritter Drachen mit Juno als Kopf. Bei der Abstimmung auf das rechte Maß (Jupiter Trigon Saturn) spielen dann also Venus (hier: erotische Liebe), Juno (hier: langfristige Partnerschaft), Lilith (hier: Unausweichlichkeit und Freisetzung von schwelenden Konflikten) und Ceres (hier: Eltern/Kind-Thematik, Fürsorge, natürliche Ressourcen, Ernährung) alle eine wichtige Rolle. Volle drei Monate, von August bis Oktober, wird Ceres in Stier sich im Quadrat zu Neptun befinden, Venus lässt auf ihrer Rückläufigkeit währenddessen ein T-Quadrat daraus werden und wird dabei zwei Mal von Saturn in Löwe (und noch einmal von Saturn in Jungfrau) auf die eigenen Wertvorstellungen hin, auf Würde, Stolz und Schönheit geprüft. Gespannte Idealisierungs- und Traumtendenzen einerseits, pragmatische Versorgungsansprüche andererseits wollen ins Bewusstsein dringen. Der Wunsch nach Erlösung und Rettung hat dann Hochkonjunktur, aber auch Mitgefühl und Tatkraft bei den Dingen, die nun mal getan werden müssen. Was löst sich dann auf, und was hat Bestand in Beziehungen?
Juno
Juno steht zu Beginn des Jahres in Waage. Sie wird Lilith im April in Waage treffen und im Oktober in Skorpion, dann ist Merkur dabei und vielleicht lassen sich für alle Verletzungen und Heilungsmöglichkeiten (Quadrat Chiron in Wassermann im Oktober) passende Worte finden. Auch in der Zusammensetzung von Teams sind in dieser Zeit wohl bereinigende Maßnahmen nötig und schwelende Animositäten möglichst aufzulösen. Juno wird in Waage dort rückläufig, wo Ende 1982 die letzte Konjunktion von Saturn und Pluto stattfand und wo sich vor kurzem Venus und Mars getroffen haben. Der einschneidende Strukturwandel in Beziehungen auf privater und kollektiver Ebene spiegelt sich im Alltag jedes Menschen wider – so auch alle noch bestehenden Ungerechtigkeiten. Wenn also Juno dort rückläufig wird, ist zwar Diplomatie gefragt, aber ohne faule Kompromisse. Juno läuft später in Sextile zu Jupiter in Schütze und Saturn in Löwe, die ihrerseits im Trigon zueinander stehen: das rechte Maß zu finden hat eindeutig etwas mit Beziehungen zu tun. Auch an dem unerlässlichen Strukturwandel ist Juno (und damit langfristige Beziehungen) beteiligt. Das Trigon zwischen Saturn in Löwe und Pluto in Schütze ist zwar erst Anfang August exakt, Juno und die sie ins Spiel bringenden Aspekte sind jedoch viel länger aktiv. Juno verbindet quasi die beiden Trigone zwischen Jupiter und Saturn sowie zwischen Saturn und Pluto. Und sie entspannt im April mit Lilith die Opposition zwischen Saturn in Löwe und Neptun in Wassermann. Was ist mit den Träumen von echten Individuen und inspirierter Gemeinschaft? Was läuft da im Beziehungsalltag und in Gruppen ab? Im Januar 2008 bilden Venus und Juno in Schütze dann ein T-Quadrat mit Uranus in Fische und Saturn in Jungfrau – Liebe und Beziehungen im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu, zwischen Perfektionsanspruch und Überraschungen, die aus Zwischenräumen aufsteigen... Dieser Aspekt sei an dieser Stelle nur erwähnt, um einen offeneren Blick zu bekommen.
Pallas
Zurück ins Jahr 2007: Pallas, gerade in Wassermann gelaufen, wird sich aufgrund ihrer Rückläufigkeit 2007 hauptsächlich im Zeichen Fische aufhalten. Ich möchte mich an dieser Stelle auf die Deutung einer wichtigen Konstellation beschränken: Pallas wird Anfang Juli in Konjunktion zu Uranus rückläufig, und sie wird im Mai und September in Konjunktion zum nördlichen Mondknoten in Fische laufen. Bei der zweiten Konjunktion im September ist Saturn bereits in Jungfrau gewechselt und nähert sich der Konjunktion mit dem südlichen Mondknoten. Es könnte hier um befreiende, revolutionäre Erkenntnisse gefolgt von einschneidenden Prüfungen gehen und darum, Verantwortung für die eigene Sichtweise und die eigenen Kreationen zu übernehmen. Sich nicht von alten Autoritäten unterdrücken, hemmen oder blockieren zu lassen, sondern Stellung zu beziehen und eigene Maßstäbe zu setzen. Ein Spannungsaspekt zwischen Pallas und Saturn deutet auf eine Blockade der eigenen schöpferischen Weisheit hin, der Kreativität. Und er zeigt auch zu hohe Perfektionsansprüche an. Saturn in Jungfrau dürfte sowieso schon das Thema Perfektion betonen, mit Pallas-Saturn werden kreative Prozesse einer doppelten Prüfung bis hin zur (Selbst-)Verhinderung unterzogen. Auch die rechtliche Seite von Kreativität könnte sehr wichtig werden. Da es mit einer Pallas-/Saturn-Konstellation auch häufig um Vater/Tochter-Probleme geht, um einen Konflikt zwischen der Welt der Väter und der (vermeintlich nicht vorhandenen oder) nicht wertgeschätzten Mütter könnte hier beispielsweise ein Konflikt zwischen Schulmedizin und komplementären Heilweisen sichtbar werden, ganz besonders vielleicht beim Thema Geistheilung. Weil dieser Aspekt mit der Mondknotenachse verbunden ist, könnte die Überprüfung und das Aufgeben alter Perfektionsansprüche im Sinne einer mechanistischen Weltsicht einerseits und das gestärkte Vertrauen auf die unsichtbare Welt, auf innere Führung, auf die Verbundenheit allen Lebens und eine von Geist durchdrungene Dimension andererseits sehr stark in den Mittelpunkt rücken. Pallas ist in der Mythologie eine Kopfgeburt ihres Vaters Jupiter und kann sich als Frau in der Welt der Männer behaupten, oft jedoch auf Kosten ihrer Weichheit. Sie ist eine Strategin und Kämpferin, aber sie ist nicht Mars. Sie vermittelt, sie erkennt das Gesamtbild, sie entwickelt Lösungsmöglichkeiten. Mit Pallas geht es darum, Kopf und Bauch über das Herz zu verbinden. Das Herz ist die Schnittstelle, die Heilung ermöglicht, keine noch so ausgefeilte medizinische Apparatur, keine noch so perfektionierte Diät können das für sich genommen leisten. Beides zu analysieren, aufeinander abzustimmen und zu verbinden, könnte neue Heilweisen alltäglicher machen. Es ist in diesem Zusammenhang vielleicht wichtig zu erwähnen, dass an der Konjunktion von Saturn und Chiron in Fische im April 1966 auch Pallas beteiligt war, in Opposition zu Uranus und Pluto in Jungfrau. Wenn also 2008 und 2009 Saturn über Uranus und Pluto in Jungfrau läuft und in Opposition zu jener Konjunktion, dann könnte auch die Vorstellung einer Trennung von Körper und Geist weiter reduziert werden. Komplementäre Heilweisen könnten verstärkt zur Anwendung kommen und weniger in Frage gestellt werden. Heilen mag dann mehr als Kunst gesehen werden. Angesichts der Einsparungen im Gesundheitswesen arbeitet die Zeit wohl in jedem Fall für andere Heilweisen und bringt Menschen mehr in die eigene Kraft, so dass sie verstärkt auf ihre Selbstheilungskräfte vertrauen können und das Wissen vom Heilen mehr zum Allgemeingut wird.
Vesta
Last but not least die Kraft, die uns auf den Teppich bringt. Egal ob es ein fliegender Teppich ist oder die praktische Auslegeware von Tretford: Vesta fokussiert uns auf uns selbst – und das ist eine ihrer Kostbarkeiten. Wir dürfen uns selbst gehören – und dann andere an uns teilhaben lassen. (Ob wir uns trauen oder nicht, ist ein anderes Problem.) Vesta wird uns 2007 beim Ringen um einen Ausgleich zwischen Traum und Wirklichkeit dadurch unterstützen, dass wir uns immer wieder in unserem Bauchgefühl verankern und uns dafür genügend Zeit nehmen sollten. Bis Mitte Februar läuft sie durch Skorpion und hat uns in den letzten Wochen des vergangenen Jahres vielleicht schon gute Dienste geleistet. Bis Mitte Oktober ist sie dann aufgrund ihrer Rückläufigkeit in Schütze und hilft uns bei der Suche nach unserer ganz eigenen Wahrheit. Die werden wir 2007 brauchen, denn zu Jahresende bei der Konjunktion von Jupiter und Pluto Ende Schütze wollen wir herausgefunden haben, auf welche Weise wir uns persönlich für eine umfassende Wandlung zum Besseren einsetzen können.
(Anmerkung der Red.: Beachten Sie zu diesem Thema auch die Ankündigungen im Veranstaltungskalender.
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