Sternwelten

Letzte Änderung: 17. Nov. 2008

Astrologie Magazin Sternwelten
 

Die 8 Häuser - Dominon (1/2): Der Raum

Von Patrice Guinard

1. Das vierfach Umgreifende der Wahrnehmung

"Jedes Subjekt spinnt seine Beziehungen,
wie die Fäden einer Spinne, zu bestimmten
Eigenschaften der Dinge und verwebt sie zu
einem festen Netz, das sein Dasein trägt."
(Jakob von Uexküll[1])

Kant hält Raum und Zeit für Formen der "Anschauung" a priori, das heißt sie liegen jeder unmittelbaren Vorstellung der sinnlichen Realität zu Grunde. Sie sind die formellen Orientierungshilfen von der Wahrnehmung der äußeren Welt, die Anschauungsformen des "äußeren Sinnes" (vollziehen sich gleichzeitig) und des "inneren Sinnes" (nachfolgend) a priori.[2] Durch die unmittelbare Anschauung der Wahrnehmung - Stoff des Wissens - sind die Dinge in ihrer Diversität vorhanden, durch die mittelbare Vorstellung des Verstandes - Konzepte oder Formen des Wissens - sind sie verbunden, vereint, gedacht. Diese Unterscheidung erneuert den platonischen Gegensatz Sinneswelt / Verstandeswelt, den es als Evidenz voraussetzt: Anders gesagt, es gebe eine "Realität", die, für sich gegeben, als Stoff und im Geist Form annehmen kann.

Allerdings wagt es Kant nicht diesen Stoff und diese Formen als notwendige Vorbedingungen des Verstandesakt anzusehen, wie es Schopenhauer beobachtete.[3] Der Raum und die Zeit, ebenfalls die Materie (oder Energie) und die mögliche Entwicklung von Konzepten (oder Strukturen), ermöglichen die Auseinandersetzung mit der umgebenden Realität, als Rahmen der Wahrnehmung a priori, als das Umgreifende[4] des Bewußtseins. Daraus folgt, daß "die Energie" für das Bewußtsein eine mögliche Existenz der Realität, welcher auch immer (sichtbarer, vernehmbarer, unwirklicher, geträumter, fiktiver, mentaler, ...) bedingt, mehr noch sie bewirkt die Tatsache, daß im Bewußtsein überhaupt etwas erscheinen kann. Außerdem verstehe ich unter "Struktur" die Vielzahl an Formen, die Realität annehmen können, die Möglichkeit im Bewußtsein unter dieser Modalität zu erscheinen anstatt unter einer anderen.

Die Realität ist ein Kontinuum, welches Wahrnehmung und Bewußtsein individuell aber auch artspezifisch trennen. Der Mensch lebt in einer einzigen Welt, die seine individuellen als auch kulturellen Zeichen trägt. Die Entwürfe der Realität sind jeder Spezies eigen. Für Demokrit ist die Realität aus Atomen und ihren Kombinationen aufgebaut, welche gemäß ihrer Weite und Größe [Energie] wie zum Beispiel v und V, gemäß ihrer Form [Struktur] wie zum Beispiel V und N, aber auch gemäß ihrer Figur und Position [Raum] wie zum Beispiel N und Z und Ihrer unaufhörlichen zeitlichen Variationen [Zeit], die sie assoziiert und dissoziiert wie zum Beispiel VN und VK sich unterscheiden.[5] Aber diese Eigenschaften des demokritischen Atoms sind die der menschlichen Wahrnehmung selbst und hängen von dem Umgreifenden des Bewußtseins ab.

Dürkheim beschrieb eine aller schriftlosen Kulturen eigene Verhaltensart, insbesondere die Existenz von vier geistigen Kategorien ("den permanenten Rahmen des geistigen Lebens")[6] welche der sozialen Organisation dieser Gesellschaften zu Grunde liegen: die energetische Kraft, der räumliche Ort, das zeitliche Moment und das zusammenhängende Ganze, welches Übereinstimmung und Dauer sicherstellt. Das "archaische" Denken mißt nicht aber verteilt; es quantifiziert nicht, aber kennzeichnet.

Die Bevölkerung dieser ursprünglichen Kulturen ist in verschiedene Gattungen oder Klans unterteilt, von denen jeder eine spezielle soziale Funktion mit ihren eigenen Privilegien, Aufgaben, Zwängen und Verboten inne hat. Die Zugehörigkeit zu einem Klan, einer "Klasse" wird nicht dem Zufall oder auch nicht der Abstammung überlassen: Es resultiert aus einer natürlichen Verteilung der Mitglieder innerhalb des sozialen Netzes. Die Klans bilden Gruppen: Jeder tritt diesen gemäß seiner inneren Natur bei.[7]

Mana, die ursprüngliche Art der Energie (des Stoffes, der Kausalität) bezeichnet jedes Sein, Ding oder Phänomen, welches kräftig oder mächtig ist. Jeder Klan besitzt sein Mana, seine diffuse und unpersönliche Kraft, seine "magische" Macht innerhalb der Gemeinschaft. Jeder hat sein Emblem, sein Leitbild, sein Totem, seine symbolische Marke seines Manas und sein soziales Erkennungszeichen gemeinschaftlicher Zugehörigkeit. Jeder repräsentiert innerhalb seines Klans eine Facette des Totems. Die "reellen" Unterschiede, aus dem Streben jedes einzelnen Klanmitgliedes bestehend, sind respektiert und honoriert, dagegen nicht die künstlichen, welche aus einer Aktivität oder einer zufälligen Beschäftigung begründet sind. "Das Totem: Es ist in der materiellen Form durch die dieses Abstrakte repräsentiert wird. Diese diffuse Energie ist für alle Arten heterogener Lebewesen das einzige wahre Objekt des Kultes."[8] Die Kausalität (im Sinn ihrer Möglichkeit eine Transformation zu bewirken) und die Substanzen sind nur moderne Interpretationen des Mana.

Jedem Klan sind spezifische Attribute zugeordnet: Tiere, Pflanzen, leblose Objekte, Formationen oder natürliche Elemente, Farben, aber auch räumliche Richtungen und zeitliche Momente (ein kardinaler Punkt und eine Jahreszeit, wenn die Zahl der Klans vier ist). Die Sippen sind nicht lediglich soziale Gruppen, sondern auch die menschliche Darstellung von natürlichen Gefügen. Dadurch reproduziert die soziale Organisation die verschiedenen Zugänge zwischen den Menschen und ihrem Milieu, oder besser sie harmonisiert mit der natürlichen Ordnung.

Es gibt keinen Gegensatz Natur/Kultur "Die Menschen einer Sippe und die Dinge, die ihnen zugeordnet sind, erzeugen durch ihre Vereinigung ein solidarisches System in dem alle Teile verbunden sind und in Sympathie schwingen."[9] Die soziale Ordnung verteilt die psychischen Unterschiede im Gleichklang mit den konstatierten Eigenschaften der natürlichen Elemente. Daher erneuert sich das Mana an einem spezifischen Ort, einem Ort der Macht und zu einem präzisen Moment: "Es ist das Gesetz der Welt, es ist die Abfolge von verschiedenen, deutlich unterscheidbaren Eigenschaften, die dominieren, verschwinden und ewig wiederkehren."[10] Diese Kräfte kennzeichnen erstens psychische unpersönliche Tendenzen, zweitens die natürliche Wesenheit der alltäglichen Umwelt und die privilegierte Funktion eines jeden inmitten der Gesellschaft. Daher finden sich die drei Sphären des Heiligen, des Natürlichen und des Sozialen verbunden. Der Himmel, die Erde und der Mensch in der Sichtweise der Chinesen.

Am Schluß seiner Darstellung verwirft Dürkheim, ein gewissenhafter Positivist, die Annäherung seiner Kategorien und die Möglichkeit der Existenz permanenter Strukturen des Bewußtseins. Indessen erklärt die Hypothese ihres "sozialen Ursprunges" weder ihre Eigenschaft, noch ihre Zahl. Übrigens beleuchten die Kategorien selbst unvollkommen die Diversität des sozialen Lebens und die Eigentümlichkeit der kulturellen Manifestation. Deshalb sind sie ohne Zweifel nicht mehr zeitgemäß in der Soziologie und Ethnologie. In Wirklichkeit äußern sich die Kategorien des Bewußtseins im sozialen Kollektiv in Form kultureller Repräsentationen,. Die Diversität der Mana-Kräfte, Ihre Orte der Manifestation, Ihre Zeiten der Erneuerung, und ihre geordnete Verteilung lassen sich fast überall unter diversen Erscheinungsformen von den Zuni Indianern bis zu den antiken Chinesen bezeugen. Sie sind daher nur die kulturelle und manifeste Äußerung "des permanenten Rahmens des geistigen Lebens" (Dürkheim), "die Formen der Anschauung a priori" (Kant), der "bedingten Umgebung"[11] oder besser, wie ich sie bevorzugt taufe, das Umgreifende der Wahrnehmung.

2. Was ist der Raum?

"Du wirst unmittelbar Deine gute Richtung bestimmen, und
sogleich dieser Richtung die Stirn bieten."
(Carlos Castaneda: Sehen)

Der Raum ist nicht die neutrale und unbelebte, kontinuierliche und isotrope Umgebung, die informelle Objekte enthält, und nicht der abstrakte Bezugspunkt der Bewegungen: "Es gibt in Wirklichkeit nicht einen Raum, oder "den Raum", sondern "die" unterschiedlichen, heterogenen, von singulären Eigenschaften versehenen Räume. Alles zu einem Raum gehörige ist dadurch wie in einem Kraftfeld an seine Stelle gewiesen. Die Eigenschaften, die diesen Platz charakterisieren, durchdringen sich ähnlich der Osmose. Anstatt einer neutralen und homogenen Umgebung, einer Art einheitlichem Hintergrundbild, hat man Bereiche, gekennzeichnete Gebiete, die wiederum auch bestimmend sind."[12] Die Zeit läßt sich ebensowenig wie der Raum messen: Es gibt eine infinitesimale Distanz zwischen zwei entfernten Orten, die zur selben Region gehören, wie es auch eine unmeßbare Distanz zwischen zwei naheliegenden Plätzen gibt, die zu verschiedenen Regionen gehören. Es sind die Geschwindigkeit, die Aktivität und die Ortsveränderung, die sich messen lassen und nicht unteilbar ganze bildende organische Regionen oder Domänen.

Valéry, Zenon von Elea kommentierend: "Man kann von Hälfte sprechen, erst nachdem man das Ganze betrachtet, das heißt überschritten hat. Um die Bewegung im Ansatz zu verhindern, teilt oder setzt man sie. Den Raum zu überwinden erfordert nur eine Bewegung".[13] Im Allgemeinen versteht man unter Raum, die Beobachtung eines Objektes "im Raum". Er ist der bestimmte, wahrgenommene und kulturelle Rahmen, das Feld der Bewegung und die notwendige Konvention zur Unterscheidung der wahrgenommen Objekte. Dann ist der Raum nicht mehr durch sich selbst, sondern bloß Behältnis unterschiedlicher Formen. Die kennzeichnenden traditionellen, ursprünglichen Zuordnungen wurden durch äußerliche quantitative Messungen ersetzt. Die ausgedehnte Substanz (res extensa) des Descartes weist explizit auf diese Vertauschung hin. Jedes Ding erscheint nur mehr durch quantifizierbare Beziehungen die seine Andersartigkeit definieren.

Der Raum ist weder die homogene Ausdehnung der Mathematik, das Ideal einer konventionellen und unendlichen Teilbarkeit, noch das heterogene und funktionelle Feld unförmiger Bedürfnisse und praktischer Zwecke.[14] Zwischen dem Einen und dem Vielen muß der Zahl kostbarer Platz im Sinne von Platon (Parmenides Dialog) gemacht werden. Der Verlust der kennzeichnenden Zugehörigkeit zum Raum und die Entwurzelung des modernen Bewußtseins, projiziert auf ein Geflecht von pragmatischen und zufälligen Beziehungen, drücken den Bruch zur Erde aus.

Der Raum ist die Welt, Kosmos und nicht mehr Chaos, gekennzeichnet, differenziert, orientiert und vorgeordnet, in welchem die verschiedenen abzählbaren Regionen spezifische Kennzeichen besitzen und übertragbar auf die mit ihnen verbundenen Lebewesen. Oder besser: Jede Domäne, jeder Sektor, jede Richtung, jeder Orient ist ein "organisches Sein", dessen getrennte dort lebende Entitäten augenscheinliche Manifestationen sind.

Die Welt ist Heimstätte, symbolisches Feld der Veräußerung des Lebendigen. Die Verneinung oder die Vergewaltigung bezeichnender Orte reduziert den Verstand in einer äußersten vulgären Dimension, ( nicht "bestialischen", denn das Tier behält seine räumliche Zugehörigkeit in Erinnerung). "Dank innerer Zustände bemessene Räume setzen im wesentlichen einen qualitativen, diskontinuierlichen Zugang voraus, indem jeder innere Zustand selbst das Maß ist."[15] Der Raum ist das Projektionsfeld eines Inneren, wovon man gelernt hätte, die verschiedenen Farbschattierungen zu erkennen. Die vier Richtungen des anisotropischen Raumes, assoziiert zu den Jahreszeiten erkennt man an den Farben und den Tieren im antiken China (grüner Drache/roter Phönix/weißer Tiger/schwarze Schildkröte) ebenso bei den Zuni Indianern oder an den Winden der Azteken. Die gesamte Erde fügt sich dieser Organisation in Tetraden, wovon die "Menschen" oder das "menschliche Sein" der ursprünglichen Gesellschaften das Zentrum, die Region, die Siedlung oder das Haus und den Tempel einnehmen. Für jeden gilt es "seinen jeweiligen Ort, sein sitio" im Bezug zum Ganzen, gemäß seines Temperamentes und seiner momentanen existentiellen Situation zu finden.

3. Die drei Archetypen des Raumes

Die Erde ist der Raum in seiner ganzen Weite,
der Tempel weiht die inneren Eigenschaften,
der Spiegel ist die Form seiner Verstärkung.

Die archetypische Trias Erde / Tempel / Spiegel ist eine Matrixdarstellung des geweihten Raumes nach der Astro-Philosophie. Sie entspricht und bekräftigt die Symbolik der "Sommerzeichen". Der Krebs ist die Erde, der Löwe der Tempel, die Jungfrau der Spiegel: Krebs, oder die Seßhaftigkeit und die undifferenzierte potentielle Expansion; Löwe, oder die Zentrierung und die Organisation der Orte von Innen nach Außen; Jungfrau, oder die Schmälerung des Raumes und die gegenseitige liebevolle Annäherung innerhalb der Beziehungen. Die Erde ist Plastizität, der Tempel ist Kompaktheit und der Spiegel ist Intimität.[16]

Die Erde ist der "ganze Raum", die absolute Grenze des Luftraumes, die undefinierte Oberfläche des Imaginären im Bewußtsein. Der Tempel ist gleichzeitig lokale Konzentration und Befreiung der Grenzen, abgeschlossene Residenz und Öffnung nach Außen, Ort und Bindeglied zwischen Erde und Himmel. Der Spiegel ist die letzte Grenze des Raumes, der Fokus, wo dieser sich in sich selbst verschließt und durch das Reflektieren sich auflöst. Auf der anderen Seite des Spiegels, der Überschreitung der Equinoxe, beginnt die Zeit, die Zeit der "Herbstzeichen".[17]

"Wenn irgend etwas, so wird der Umweg
um die Welt mich zu mir selber führen."
(Graf Hermann Keyserling[18])

Im Krebs / Erde ist der Raum unbestimmt, diffus, variabel, biegsam, sowohl offen nach außen als auch in sich selbst verschlossen. Oben und unten, vorne und hinten, links und rechts, könnten eine unbegrenzte Expansion erfahren, die der Phantasie eines "inneren Pilgers" zugänglich ist[19]. Im Wachsen zieht sich der Raum auf das Innere einer Muschel, eines Kokon, eines Nestes zusammen. Der biegsame Schutz garantiert eine extreme Veränderbarkeit der Grenzziehung. Jedes Lebewesen entsteht dank seines Niederschlages und kann dazu in Bezug gebracht werden. Die Grenzen sind beweglich. Das Interne vermischt und vermengt sich mit dem Externen, ebenso das Nahe mit dem Weiten. Die maximale Veräußerung umhüllt den Raum, der ihn umgibt, denn er trägt ihn in sich.

"Die Tugend des Imaginis Templi (...) bewirkt das
unsrige Innere außerhalb von uns selbst zu entdecken"
(Henry Corbin: Temple et Comtemplation)

Im Löwen / Tempel organisiert, strukturiert und kennzeichnet sich der Raum. Die Konturen ordnen sich sowohl innen als auch außen. Höhe, Breite und Tiefe stabilisieren sich. Der Raum richtet sich um ein belebendes Zentrum aus, das Bild des Himmels um die Erde: "Der Raum wird durch eine Abfolge begrenzter Flächen dargestellt. Entgegengesetzte Eigenschaften wechseln sich von Fläche zu Fläche ab. Sowohl das Zentrum als auch jede Grenze entsprechen allem Äußerem."[20] Die ursprünglichen Richtungen unterscheiden die Weite der Orte nach ihren spezifischen Kennzeichen. Das Zentrum ist umgeben von abgegrenzten Feldern mit bestimmten Eigenschaften und mit verwandten Wesen verbunden. Der Tempel ist die Wohnung der Götter auf Erden und der Ort geweihter Zusammenkünfte unter den Menschen.[21] Er vollendet die permanente und lebendige Verschmelzung der Welten, denn er ist das geweihte und geheiligte Bild des Kosmos.[22]

"Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns
ist die vom menschlichen Gesicht."
(Georg Christoph Lichtenberg [23])

In der Jungfrau / Spiegel zieht sich der Raum zusammen und verdichtet sich. Die Grenzen verdeutlichen sich, die Schranken demarkieren sich. "Oftmals nimmt die Dialektik von Innen und Außen in der Konzentration vom kleinsten intimsten Raum ihre ganze Stärke ein."[24] Das Entfernte, das Fremde und das Äußere werden entfernt: Einzig verbleiben die nächsten Bande. Das Selbst (Ich und der Andere, das geliebte Wesen) werden gegen jede unerwünschte Annäherung beschützt. Die Beziehungen vereinzeln und festigen sich dank des Unterscheidungsvermögens. Man verschreibt sich mit Haut und Haaren gemäß tiefen innerlichen Ähnlichkeiten.[25] Ein schmales Feld, ausschließlich durch Anziehung und Abstoßung orientiert zeichnet sich ab. Der intime, polarisierte, defensive Raum erschafft Anziehung, Zauber und Liebschaft, die sich durch das Gesicht, den Körper, die Hände, die Augen und der Stimme des Geliebten entfalten. Der Spiegel ist der Raum des Intimen. Von Angesicht zu Angesicht ist die letzte Art der Wechselbeziehung.

Literaturangabe - Quellen:

[1] Jakob von Uexküll, Streifzüge durch die Umwelten von Tieren und Menschen, Frankfurt am Main, Fischer Verlag, 1970 S. 15
[2] Immanuel Kant, Werke in sechs Bänden, Bd. II, Kritik der reinen Vernunft, Wiesbaden, Insel Verlag, 1956, S. 71-83.
[3] "Die Kausalität selbst ist die Form unseres Verstehens: Sie ist uns ebenso, wie Zeit und Raum a priori gegeben. Ebenso wie die Materie, in dieser Qualität auch zum formellen Teil unseres Wissens gehört; sie ist auch die intellektuelle Form der Kausalität selbst." (Die Welt als Wille und als Darstellung)
[4] Karl Jaspers benützt diesen Terminus, Von der Wahrheit, München, 1947.
[5] siehe Demokrit, Fragmente, in Die Vorsokratiker,
[6] Emile Dürkheim, Les formes élémentaires de la vie religieuse, 1912 Paris, S. 628.
[7] Die Verteilung in Klans ist das Zeichen einer "primitiven" Archetypologie, wie es das Überleben von 10 Kategorien, nominellen Gattungen oder "Präfix der Klassen" der bantou Sprache zu zeigen scheint.
[8] Emile Dürkheim, Les formes élémentaires de la vie religieuse, 1912 Paris, S. 270.
[9] Emile Dürkheim, Les formes élémentaires de la vie religieuse, 1912 Paris, S. 213.
[10] Jaques Soustelles, L'univers des Aztèques, Paris, 1979, S. 165.
[11] Dieser Ausdruck entstammt dem Astrologen Jean-Pierre Nicola.
[12] Jaques Soustelles, L'univers des Aztèques, Paris, 1979, S. 136.
[13] Paul Valéry, Cahiers, Paris, 1973, Bd. 1, S. 510.
[14] Mircea Eliade beschreibt den profanen Raum im Gegensatz zum sakralen Raum: "Jede echte Orientierung ist unmöglich, denn der "Fixpunkt" ist nicht mehr eindeutig ontologisch begründet: er erscheint oder verschwindet je nach Bedürfnis. Es gibt also eigentlich die "Welt" nicht mehr, aber nur mehr Fragmente eines zerbrochenen Universums, eine amorphe Masse unendlich vieler mehr oder weniger neutraler "Orte" in denen jedes menschliche Dasein, getrieben von den Verpflichtungen der industriellen Gesellschaft hin und her bewegt" (Das Heilige und Profane, Rowohlt, Hamburg 1957 S. 14-15) [Hiesige Übersetzung weicht etwas davon ab und nähert sich dem franz. Original]
[15] Henry Corbin, Tempel und Kontemplation, Paris, 1980, S. 201.
[16] Das soziale Feld kann sich nur unter der Reserve einer schwachen Elastizität oder einer zu engen Intimität organisieren. Die gemeinschaftliche Sozialisierung basiert auf der riesigen Weite der Massen und der Enge der Kommunion. (Diese drei Formen der Sozialisierung - Masse, Gemeinschaft, Kommunion - wurden von Georges Gurvitch in Dialektik und Soziologie ausgearbeitet, Paris, 1962).
[17] Die Herbstzeichen weisen zeitliche Archetypen auf (Waage: die Rückkehr; Skorpion: die Dauer; Schütze: die Spirale), die Sommerzeichen strukturelle Archetypen (Steinbock: der Kristall; Wassermann: der Kode; Fisch: die Matrix) und die Frühlingszeichen energetische Archetypen (Widder: der Schock; Stier: die Bombe; Zwilling: der Fluß).
[18] Graf Hermann von Keyserling, Das Reisetagebuch eines Philosophen, Darmstadt, 1923, S. 8.
[19] Graf Hermann von Keyserling (geboren am 20. Juli), Autor des Reisetagebuches eines Philosophen und der südamerikanischen Meditationen schreibt in seiner Autobiographie von seiner Bewußtwerdung "der Erde als konstitutivem Bestandteil meiner selbst"(Reise durch die Zeit, Paris, Verlag der Palme, Innsbruck, 1948).
[20] S. Czarnowski, "Le morcellement de l'étendue et sa limitation dans la religion et la magie", in Akten des Congrès International d'Histoire des Religions, Paris, Champion, 1925, S. 352.
[21] Jung (geboren am 26. Juli) unternahm als improvisierter Architekt den Bau seines idealen Heimes, seines symbolischen Tempels nahe dem Zürcher See.
[22] Mircea Eliade unterstreicht dies: "Der Tempel heiligt immerdar den Kosmos, da er ihn sowohl darstellt als auch enthält." (Das Heilige und Profane, Rowohlt, Hamburg 1957 S. 42-44)
[23] Georg Christoph Lichtenberg, Aphorismen, Düsseldorf - Köln, Eugen Diederichs Verlag, 1962 S. 26.
[24] Gaston Bachelard, La poétique de l'espace, Paris, P.U.F, 1957; 1974, S. 205.
[25] Goethe (geboren am 28 August also vom Sonnenzeichen Jungfrau wie Lichtenberg) schreibt in seinen Wahlverwandtschaften: "" (Goethes Werke, Bd. 12, Wahlverwandschaften, Christian Wegner Verlag, Hamburg, 1953). Als feiner Kenner des menschlichen Herzen unterscheidet er zwischen "mit jemand leben" und "in jemand leben." und hebt hervor "Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe." (Goethes Werke, Bd. 6, Maximen und Reflexionen, Christian Wegner Verlag, Hamburg, 1953).

 

-


Allgemein
Startseite
Sitemap
AstroLinks
Sprüche
Astroletter
Freeware
Veranstaltungs-
Kalender


-


Astrologie Artikel
Astronews
Grundlagen
Horoskopie
Geschichte
Online Astrologie
Partnerschaft
Politik
Stundenastrologie
Rezensionen
Schachtel


-


Horoskope
A-Z
Astrologen
Ereignisse
Habsburger
Künstler
Politiker


-


Kontakt
Kontakt
Autoren
FAQ
Impressum
Mediadaten
Technik
Weblog



Suche in Sternwelten:


 
Kommentar zu diesem Beitrag:
Kommentar:

Email.:

Email und Name optional zwecks Antwort:
Name:

 
  
Ihr Feedback wird nicht veröffentlicht, auch ihre Email-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben. Wir freuen uns aber über ihr Feedback zum Beitrag und leiten es an den Autor/die Autorin weiter.
Quelle: Online Magazin Sternwelten
© 2000-2008 by Sternwelten