Sternwelten

Letzte Änderung: 17. Nov. 2008

Astrologie Magazin Sternwelten
 

Gegen Afghanistan

Von Herbert Kohlmaier

Der US-Schlag gegen die Taliban aus astrologischer Sicht: Enttäuschung und Mißerfolg drohen.

Das Weiße Haus in Washington, der Mittag des 7. Oktober: Kampfflugzeuge haben den Befehl erhalten, ihre Angriffe auf Einrichtungen der Taliban zu beginnen. Ein Krieg ist losgebrochen, der - wie viele Kommentatoren weltweit meinen - lange dauern wird. Auf den ersten Blick erscheint alles logisch. Die Waage -"Sonne der Gerechtigkeit" steht in der Himmelsmitte. Ihr herrschendes Auftreten wird vom Volk (Pluto im Schützen), vom allgemeinen Gefühl und der konsequent zwingenden harten Logik effizient unterstützt (Mond und Saturn in den Zwillingen sowie Haus 6). Uranus, der rasch Zuschlagende, fügt sich in diese Konstellation harmonisch ein. Ein gewaltiger Materialeinsatz - Haus 2! - wird bewegt, man empfindet das Zuschlagen als die geradezu zwingende Gunst der Stunde.

Doch schreiten wir fort! Mars im 1 Haus - wie bezeichnend! - kennzeichnet das Geschehen des Krieges. Er hat den Steinbock bezogen - man geht ernsthaft, zäh ausdauernd vor, will eine endgültige Lösung. Man fühlt sich dabei gleichsam wohl, denn Venus in der Jungfrau und in Haus 9 vermittelt das Bewußtsein, dieser Krieg sei fast ein Spiel, weltanschaulich begründet und könne nur gut gehen. Das berühmte "kleine Glück" winkt, das natürlich auch ein Kriegsglück sein kann. Doch mit bleibendem Erfolg ist keineswegs zu rechnen. Jupiter, ohne den ein Sieg nicht gelingen kann, steht dem Kriegsgott gegenüber. Zwar erhält auch er von Venus glänzendes Licht, aber er ist der Sonne des Tages und der Himmelsmitte alles andere als geneigt. Ebenso wie Mars, dessen Kampfkraft sich letzten Endes gegen jene Macht richtet, die das öffentliche Geschehen bestimmt.

Vor allem aber: All das geschieht unter der Dominanz jenes bedrohlichen Aspekts, der das Weltgeschehen nun schon einige Zeit schwer belastet. Saturn und Pluto befinden sich in ziemlich exakter Opposition. Der Mond, der vom Islam als Symbol gewählt wurde, hat sich mit dem Schicksalsbringer vereint und widerspricht mit ihm dem Volk und den Völkern. Diese Spannung ist durch das Beginnen des Krieges perpetuiert worden und wird wirken, so lange diese Auseinandersetzung dauert.

Viel sprach in der Vergangenheit dafür, daß entscheidende Kreise in den USA astrologischen Rat einholten - man denke nur an die geradezu fabelhafte Konstellation bei Beginn des Golfkriegs. George W. Bush scheint das nicht zu tun. Vordergründige Begeisterung und Energie scheinen mit der notwendigen Weisheit nicht in Einklang zu stehen. All das zeigte sich schon bei der Wahl dieses Präsidenten. Quo vadis, Amerika? Es könnte sein, daß das eherne Gesetz der Geschichte wieder einmal gerade die ganz Großen und Mächtigen an die Grenzen des Erfolges und das harte sich Rächen des Verabsäumten erinnert.


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