Geschichte und Geschichten: Atlantis
Von Philip Schiffmann
348 v.C. Hier beginnt die Story von Atlantis. In seinen Dialogen „Timaios und Kritias“ erzählt Platon (427 - 347vC.), wie ihm Solon, bei einem Besuch in Ägypten bei den dortigen Priestern, von der ehemaligen Existenz der Insel Atlantis berichtete. Diese sei vor den Säulen des Herakles gelegen, von großen Königen beherrscht, und ein wundervolles Land gewesen. Sie sei etwa 400.000qkm groß und nach ihrem ersten König Atlas benannt gewesen. Ein warmer und ein kalter Strom durchzog das Land und es war mit allen Gaben der Natur gesegnet. Zahllose Viehherden grasten und in den Wäldern gab es viel jagdbares Wild. Boden und Klima erlaubten mehrere Ernten im Jahr, herrliche Obstbäume trugen pralle Früchte. 1185 Schiffe zeugten von Macht und Reichtum und prachtvolle Paläste standen rundum im Land, das nur von glücklichen Menschen bewohnt war. Doch an einem einzigem Tag und in einer einzigen Nacht, vor heute etwa 12.000 Jahren, versank die ganze Insel im Meer. Dieser Bericht, den Solon Platon gab, ist das einzige Zeugnis von der Existenz des sagenhaften Atlantis. Seit dem Mittelalter wird der Ort der Insel von hunderten und aberhunderten Forschern und Wissenschaftlern, angefangen von Grönland bis Südamerika, gesucht. Die wohl glaubwürdigste Theorie ist der Einschlag eines Boliden, der möglicherweise auch die Sintflut ausgelöst haben könnte.
16.4.1943, Basel. Albert Hoffmann (geb. 11.1.1906) entdeckt in dem Schadwuchs des Roggens, dem Mutterkorn, Lysergsäure - Diäthylamid (LSD) und hatte drei Tage später, bei einer Fahrradfahrt durch Basel, seltsame Visionen. Mutterkorn, mit dem Brotmehl in viel zu hoher Dosis vermahlen, hatte im Mittelalter immer wieder zum Ausbruch von Seuchen geführt, die über Benommenheit und Verrücktheit bis zum Tode führten. Doch erst in den 60er Jahren sollte LSD wie ein Sturm über die Erde gehen. Wie sagte Einstein nach der Erschaffung der Atombombe: "Diese verändert alles, mit Ausnahme unserer Art des Denkens." Wie sagte Hoffmann: "Nun hatten viele westliche Menschen die Möglichkeit, mit einer eigenen Laborsubstanz Erfahrungen zu sammeln, die Schamanen und andere Völker mit ihren heiligen Pflanzen machen."
1797 Wenig bekannt dürfte sein, daß die Deutsche Nationalhymne in Österreich entstanden ist. Von Joseph Haydn (1732-1809) komponiert, im Wiener Burgtheater am 12.2.1797 zum ersten Mal gespielt, mit dem Text "Gott erhalte Franz den Kaiser" und mit wechselndem Text bis 1938 immer die Österreichische Nationalhymne geblieben, der letzte Text war:"Sei gesegnet ohne Ende Heimaterde ...". Auch die EU Hymne entstand in Österreich. Beethoven schrieb diese Melodie in Baden bei Wien. Am wenigsten bekannt dürfte jedoch sein, daß auch die Melodie der französischen Nationalhymne, der "Marseillaise", von einem Österreicher stammt. Von Ignaz Pleyel (1757-1831) einem Schüler Haydns, der ein Freund des Dichters der Hymne Rouget l´Isle war.
Um 1480 wird Peter Henlein in Nürnberg geboren. Er stellte als erster, im Jahre 1510, aufziehbare Taschenuhren her. Diese hatten ein Federwerk mit Stundenschlag und gingen 40 Stunden. Er starb im Sommer 1542 in Nürnberg.
1585. Aus einer weit verbreiteten Heidelberger Puplikation:"Denn, daß das ganze Universum, inwendig und auswendig, Wasser und Luft voller Teufel, sichtbarer und unsichtbarer sei." Allein in Deutschland starben nach gräßlichen Folterungen etwa 1oo.ooo Menschen den Flammentod. Nicht gezählt die Opfer in Schottland, Frankreich, Schweiz und in den Niederlanden. Ursache war in fast allen Fällen, Angst, Mißgunst, Bereicherungssucht und Aberglaube, der von der katholischen Kirche, nach Entstehen des Protestantismus, noch genährt wurde. Der, von dem Dominikanermönch Insistoris (1430-1505)geschriebene "Hexenhammer", brachte mit einem ausführlichen Kriminalcodex eine Legitimierung all dieser Scheußlichkeiten. Daumenschrauben, spanischer Bock, hochziehen - mit an den Füssen befestigten Gewichten - und dann fallenlassen. Hier noch der Bericht über die Hinrichtung des Braunschweiger Stadtkommandanten und Rechtsgelehrten Hennig Brabant am 17.9.1604, angeklagt der Hexerei. Er wurde nach all den vorangegangenen Folterungen auf den Richtplatz geschleppt, dort wurden ihm als erstes zwei Finger der rechten Hand abgehackt, dann wurde er mit glühenden Zangen an den Armen und an der Brust gezwickt, hierauf auf den Schlachttisch gelegt und entmannt. Während all dieser Zeit hielt man ihm Kraftwasser vor, daß er nicht durch Ohnmacht dem Schmerz der Peinigungen entgehe. Der Henker schlug ihm dann langsam mit einem Holzhammer die Brust entzwei, schlitzte den Leib auf, riß das Herz heraus und schlug es dem Sterbenden ins Gesicht. Der Körper wurde in fünf Teile geteilt und an den fünf Toren der Stadt aufgehängt. Frage: Waren das Menschen?
1096, 16.08. Der erste Kreuzzug setzte sich von Wien ausgehend, Richtung Jerusalem in Bewegung.
17.8.1987 - Der Tod von Rudolf Hess (geb. 28.4.1894 in Alexandria). Hess wird von seinem Wärter gegen 15.00 Uhr DSZ in der Gartenlaube, die in völliger Unordnung war, leblos aufgefunden. Neben ihm stehen zwei Männer in amerikanischer Uniform. Das Kabel der Stehlampe ist nach wie vor angeschlossen. Wiederbelebungsversuche sind erfolglos. Wie der Wärter später angibt, war Hess, der halbblind und bereits außerstande war, seine Schuhbänder zu knüpfen, kaum fähig, ein Kabel zum Erhängen irgendwo anzubringen. Die später durch einen deutschen Gerichtsmediziner durchgeführte Obduktion ergab waagrechte Strangulationsspuren um den Hals und deuteten auf einen Tod durch Erdrosseln hin, da bei einem Erhängten diese Spuren von unten vorne nach hinten oben verlaufen. Näheres siehe Google.
460v.C. Er schilderte, wie die seienden Dinge sich ewig im Leeren bewegten. Es gebe unbeschränkt viele Welten, und zwar von unterschiedlicher Ausdehnung. In manchen gebe es weder Sonne noch Mond, in manchen größere, in manchen mehr Sonnen und Monde als bei uns. Die Räume zwischen den Welten seien ungleich, es gebe hier mehr, dort weniger Welten und die einen seien noch im Wachstum begriffen, andere seien in der Blüte ihres Lebens, wieder andere seien im Schwinden; an einer Stelle entstünden welche, an anderer hörten sie auf zu sein. Wenn sie aufeinanderstießen würden sie vernichtet. Es gebe einige Welten in denen überhaupt keine Lebewesen vorkämen und überhaupt keine Feuchtigkeit. Demokrit von Abdera.
1582, 15.10. Der Gregorianische Kalender. Nach langen Berechnungen wurde dieser eingeführt. Es folgte auf den 4.10. sofort der 15.10. Jedes vierte Jahr war ein Schaltjahr mit 366 Tagen, mit Ausnahme des Jahrhundertjahres. Nur das Jahrtausendjahr war wieder ein Schaltjahr. Dies ergibt erst in 3333 Jahren einen Fehler, um einen Tag. Dieser Kalender wurde von den protestantischen Ländern, da von einem Papst (Gregor XII.) kommend, oft erst im 18.Jahrhundert eingeführt, wie man am Beispiel des immer wieder falsch gezeichneten Horoskops von Johann Sebastian Bach sehen kann. Ich habe inzwischen 32 verschiedene Kalendersysteme gefunden, die über 100 verschiedene Daten des Weltbeginns enthalten. Der präziseste Kalender dürfte wohl der 1923 in der Sowjetunion eingeführte sein. Die Jahre sind gewöhnliche Jahre, Schaltjahre sind jene, die bei Division durch neun den Rest zwei oder sechs ergeben. Dieser Kalender ist erst in 45.000 Jahren um einen Tag ungenau.
Das 4. der sieben Weltwunder der Antike. Das Artemision in Ephesos. Die Göttin von Ephesos war Artemis und so begannen sie im 5.Jhdt.v.C. mit dem Bau eines riesigen Marmortempels zu Ehren der Göttin. Er war 65x125m groß, die Säulen waren etwa 20m hoch. Der junge Epheser Herostratos, der seinen Namen unvergessen machen wollte, setzte 356v.C. den Tempel in Brand, doch er wurde restauriert. 263 wurde er von einem Zug plündernder Goten wiederum zerstört und noch einmal restauriert. Erst 389 wurde das Artemision durch einen Erlaß des Kaisers Theodosius, der alle heidnischen Tempel schliessen ließ, geschlossen.
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