Geschichte und Geschichten: Tsunami
Von Philip Schiffmann
Tsunami, die große Welle. Sie wurde ausgelöst durch ein Erdbeben der Stärke 9.0 auf der Richterskala, etwa 30 km tief im Erdmagma am 26.12.2004 um 0.58.53 UT, 3.18.58N und 95.52.14E. Es brachte Häuser zum Einsturz und etwa 15 Minuten später folgte ihm die Flutwelle (Desc. Saturn), die mit einer Geschwindigkeit von etwa 800 km/h circa 75 min. später die Ostküste Afrikas erreichte. Groß ist die Ähnlichkeit (auch astrologisch) mit dem Erdbeben von Lissabon am 1.11.1755 um 9.40 LMT, dem ebenso eine Flutwelle folgte und das etwa 60.000 Tote forderte. Auffallend war, dass unter den Opfern verhältnismäßig wenig Tiere waren. So berichteten Touristen, die Elefanten gemietet hatten, um durch das Land zu reiten, dass diese plötzlich unvorhergesehen begannen, kerzengerade in das Landinnere zu laufen und erst nach einigen Kilometern zur Ruhe kamen. Sie retteten damit auch das Leben der auf ihnen sitzenden Touristen. In China hatte früher jede größere Ortschaft ein bis zwei sensible Tiere, die unter ständiger Beobachtung standen. Wenn diese ein auffälliges Verhalten zeigten, wurde der ganze Ort gewarnt.
Max Schmeling wurde am 28.9.1905 um 10.50 MZ in Klein-Luckow (bei Prenzlau) 13.52E, 53.33N geboren. (Quelle: Taeger). Schon früh widmete er sich dem Boxsport, wurde am 24.8.1926 Deutscher Meister im Halbschwergewicht und am 19.7.1927 Europameister. Er wechselt ins Schwergewicht, wird am 4.4.1928 Deutscher Meister, am 12.6.1930 Weltmeister. Am 6.7.1933 heiratet er die Filmschauspielerin Anny Ondra. Sein spektakulärster Kampf war am 19.6.1936 in New York gegen den bis dahin unbesiegten „braunen Bomber“ Joe Louis, den er in der 12. Runde durch k.o. besiegte. Ein Ereignis, das die Nazigrößen in Deutschland von der Überlegenheit der arischen Rasse triumphieren lässt. Schmeling wird aufgefordert, sich von seiner tschechischen Frau zu trennen, was er ablehnt. Bei einem Kriegseinsatz als Fallschirmjäger schwer verwundet, wird er als Aufseher in Gefangenenlagern eingesetzt. In dieser Zeit hilft er mittels seiner Beziehungen zu verschiedenen Nazigrößen öfters Juden vor der Deportation in Konzentrationslager zu bewahren. Am 31.10.1948 war sein letzter Kampf in Berlin, danach wird er 1952 Coca-Cola Unternehmer. Am 28.02.1987 stirbt seine Frau Anny. Heute lebt er zurückgezogen auf seinem Grundstück in Hollenstedt bei Hamburg und wird dort, so ihm gegeben, heuer seinen 100.Geburtstag feiern. Max Schmeling ist, nachdem dieser Artikel geschrieben war, am 2.2.05 gestorben.
Konrad regierte zu einer der schrecklichsten Zeiten der Deutschen Geschichte. Deutschland war zersplittert und geteilt. Konrad war kein milder Herrscher. Konrad war gefürchtet bei Freund und Feind. Die Geschichte weiß von drakonischen Maßnahmen zu berichten, die er gegen seine Widersacher ergriff. Konrad begann seine Karriere in Köln, er verfeindete sich später mit den Kölnern und erhob Bonn zu seiner Residenz. Konrad verhalf Bonn zu Größe und Ansehen. Die Bevölkerungszahl stieg sprunghaft. Nie zuvor war in Bonn soviel gebaut worden. Trotz guter Beziehungen zu den Kölner und Bonner Klerikern hatten auch diese unter seinem Herrscherwillen zu leiden. Konrad von Hochstaden wurde 1238 zum Erzbischof von Köln gewählt. 1244 verlieh er Bonn das Stadtrecht. Er starb 1260.
Der russische Zar Nikolaus II. dankt am 2.3.1917 (15.3.Greg.) ab. Lenin und Trotzki bemächtigen sich der Bürgerbewegung und bilden in Petrograd am 25.10.1917 (7.11.Greg.) eine erste Sowjetische Regierung. Die Zarenfamilie wird am 17.7.1918 (Greg.) in Jekaterinenburg erschossen.
Gladiatoren (das Wort kommt von Gladius, das Schwert) waren im römischen Reich Zweikämpfer, die in einer Arena zur Belustigung des Volkes so lange gegeneinander kämpften, bis einer der beiden tot war. Es waren zumeist Sklaven, aber auch Kriegsgefangene oder verurteilte Sträflinge. Sie wurden in eigenen Schulen – es gab deren etwa 100 – für den Kampf ausgebildet. Ihre Bewaffnung waren ein Helm, ein Schild, ein Schwert und je nachdem eine Lanze, ein Dreizack oder ein Wurfnetz. Ihr Gruß beim Betreten des Kampfplatzes war: “Ave Caesar, morituri te salutant.“ (Sei gegrüßt Herrscher, die Todgeweihten grüßen Dich.) Jede größere Stadt hatte ihre Arena für solche Schaukämpfe, denn man musste ja das Volk bei Laune halten. Die wohl größte dieser Art ließ 70 n.Zw. Kaiser Vespasian in Rom erbauen. Es war das Kolosseum und bot Platz für 50.000 Zuseher. Den Namen erhielt es, da es auf dem Platz erbaut wurde, auf dem einst der größenwahnsinnige Nero ein 40 m hohes Standbild von sich errichten ließ Â– den Koloss. Hier kam es nicht nur zu Zweikämpfen, hier wurden Schlachten zwischen zwei Heeren ausgetragen, es gab Kämpfe mit wilden Tieren, ja, es wurde sogar die Arena geflutet und mit Schiffen Seeschlachten aufgeführt. Natürlich gab es immer wieder Aufstände der Gladiatoren, der bekannteste ist wohl der des Spartacus, der mit 70 Mann aus einer Gladiatorenschule ausbrach, die Stadt Capua einnahm und alsbald ein Heer von 60.000 Mann um sich gesammelt hatte und damit in den Süden Italiens zog, um nach Sizilien überzusetzen. Erst im Jahr 71 gelang es den Truppen des Crassus ihn zu besiegen. 8.000 Aufständische wurden entlang der Via Appia gekreuzigt.
Ein Vorläufer des Maschinengewehrs wurde von den Franzosen im deutsch-französischen Krieg 1870/71 verwendet, die sogenannte Mitrailleuse, von den Deutschen „Kugelspritze“ genannt. Es war allerdings nicht ein Lauf, aus dem mehrere Geschosse hintereinander abgefeuert wurden, sondern etwa 20 Läufe, rundum angeordnet, aus denen in schneller Folge je ein Geschoß abgefeuert wurde.
Autorennen gibt es heute nicht mehr nur auf Autobahnen, sondern auch schon auf eigens dafür gebauten Rennbahnen. Aber wie begann das Ganze eigentlich? Nun, das erste war ein Straßenrennen von Paris nach Bordeaux und zurück, eine Strecke von 1175 km. Am Start standen 15 Wagen mit Benzinmotor, 6 Dampfwagen und ein Elektromobil. Der Start erfolgte am 17.6.1895, die Fahrt war ungeheuer beschwerlich, so musste z.B. der Beifahrer nachts eine Lampe halten, um die unbeleuchteten Strassen für den Fahrer zu erhellen. Sieger wird der Franzose Emile Levassoir auf einem Panhard et Levassoir mit einem Daimler 5PS Motor. Er erreicht das Ziel nach 48 Stunden und 48 Minuten, was einem Durchschnitt von 24 km/h entspricht. Das Ziel wird überhaupt nur von 8 Benzin- und einem Dampfwagen erreicht, der letzte kommt nach 4 Tagen an. Das Glück des Siegers lag vor allem darin, dass er den Radfahrrekord gebrochen hatte, denn bis dahin hatte man immer daran gezweifelt, dass man jemals mit dem Auto schneller fahren würde.
Der bayrische Hellseher Irlmayer tat im 19. Jahrhundert den Ausspruch: “Wenn die Kittel Hosen tragen werden und die Landleut anzogen sein werden wie die Stadtleut und die Stadtleut wie die Narren, dann dauerts nimmer lang.“
Armin dem Cherusker und befreundeten Nachbarstämmen gelang es im Jahre 9 n.Zw. drei römische Legionen, die auf dem Weg in ihr Winterquartier waren, in einen Hinterhalt zu locken und in einem dreitägigen Kampf völlig zu vernichten. Es war dies die Schlacht am Teutoburger Wald. Die Römer gaben darauf ihre rechtsrheinischen Besitzungen auf.
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