Sternwelten

Letzte Änderung: 17. Nov. 2008

Astrologie Magazin Sternwelten
 

Geschichte und Geschichten: Todesstrafe

Von Philip Schiffmann

Protest gegen die Todesstrafe für NAZANIN FATEHI im Iran. Im Iran ist Anfang des Jahres die 18-jährige Nazanin zum Tode verurteilt worden. Der Grund: Sie hatte sich als Minderjährige gegen drei Männer, die sie vergewaltigen wollten, zur Wehr gesetzt und einen der Angreifer in Notwehr getötet. Sie wurde von einem iranischen Gericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt, der nächste Verhandlungstermin folgt. Es ist zu befürchten, dass das Urteil erneut vom Gericht bestätigt und kurz darauf vollstreckt wird.
Mina Ahadi (Köln), Vorsitzende des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe (und Kooperationspartnerin der GBS), sowie Zanin Afshin-Jam, Sängerin, Model (Miss Canada 2003) und Menschenrechtsaktivistin, übergaben Anfang Juni der Menschenrechtskommision der UN (New York) eine Petition mit 180.000 Unterstützern zur Rettung von Nazanin Fatehi. Die Petition kann und soll weiterhin unterschrieben werden unter: www.petitiononline.com/Nazanin/.
Bitte leiten Sie den Hinweis auf die Petition an Bekannte weiter!

Das Wort Uhr kam vom Lateinischen "hora" – die Stunde. Im Altertum maß man die Zeit mit Sonnen- Wasser- und Öluhren, während das Mittelalter bereits die Sanduhr kannte, deren Füllung allerdings nicht aus Sand, sondern aus fein zerriebenen Eierschalen bestand, da diese eine gleichförmigere Größe wie die Sandkörner besaßen, die vor allem auf Schiffen benutzt wurden. Allerdings wurde damit allerlei Unfug getrieben, der nachts Wachhabende drehte die Uhr nach einem Drittel der Laufzeit um und weckte somit seinen Nachfolger entsprechend früher. Im 13. Jhdt. wurden erstmalig Uhren an Kirch- und Rathaustürmen angebracht, es waren Räderuhren, deren Antrieb an Seilen hängende Gewichte waren. Sie hatten zumeist ein Schlagwerk, so dass die Bauern auf den Feldern um die Zeit wussten. Nach der Erfindung der Federuhren gab es zuerst die Pendeluhren und dann auch die am Tisch stehende Standuhr. 1600 etwa erschien die Taschenuhr, die von Herren an einer Kette in der Westentasche getragen wurde. Die Armbanduhr wurde Ende des 19. Jhdts. entwickelt, erst aufziehbar, dann mit Batteriebetrieb.
Die Vielfalt der heutigen Uhren würde jetzt Seiten beanspruchen, ich nenne Ihnen nur noch die genaueste Uhr der Welt, sie steht in der Physikalischen Bundesanstalt in Braunschweig. Geplant ist eine Uhr mit einer Abweichung von 1 Sekunde in 1 Milliarde Jahren.

Der 9. Monat im islamischen Mondjahr ist der Ramadan (arab. „der heiße Monat). Es ist der Fastenmonat, in dem von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang essen, trinken, rauchen und jede sexuelle Handlung untersagt sind. Nachts finden dann bei verschiedenen Feierlichkeiten Koranlesungen statt. Nach dem Ende des Ramadan folgen drei Feiertage. Der Ramadan beginnt heuer am 24. September und endet am 23.Oktober.

Der Islamische Kalender wurde 638 vom 2. Kalifen Umar-al Chadab begründet. Er bestimmte als Beginn des Kalenders die Hedschra, das war der Umzug Mohammeds von Mekka nach Medina am 16.7.622. Der Islamische Kalender hat 12 Monate von abwechselnd 30 und 29 Tagen. In 30 Jahren gibt es 11 Schalttage, die jeweils am letzten Monat des Jahres angehängt werden. Zwei Regeln für die Umrechnung:
ISL ist 33 durch 32 mal (CHR minus 622)
CHR ist (ISL mal 32 durch 33) plus 622
Wir schreiben heute, 2006, im Islam das Jahr 1427, das Jahr 1428 beginnt am 20.1.2007. Allerdings wird der Islamische Kalender heute bereits mehr und mehr durch unsere Datierung verdrängt, wohl aber noch für die Berechnung der Festtage verwendet.

Der Kindermord in Bethlehem. Diese dem Herodes zugeschriebene Geschichte findet sich im Matthäusevangelium Kapitel 2, 1-18. Sonst aber nirgends, weder bei den anderen Evangelisten und auch nicht bei Flavius Josephus, dem peniblen Schreiber der jüdischen Geschichte, bei dem übrigens Jesus nur ein einziges Mal erwähnt wird, was aber, wie man heute weiß, eine spätere Einfügung von fremder Hand ist. Nun, diese Geschichte ist ein beliebtes Märchen aus der damaligen Zeit, so wird sie auch von Moses oder Kaiser Augustus berichtet. Die wunderbare Errettung eines Kindes im Säuglingsalter diente dazu, es für die spätere Wichtigkeit dieser Person zu legitimieren. Ein Herodes, der für jedes Todesurteil die Erlaubnis hierfür in Rom einholen musste, hätte für diesen Kindermord keinesfalls die Erlaubnis bekommen. Jesus wurde nach Lukas im Jahr der ersten Volkszählung, die der Festlegung der Steuereinnahmen diente, es war das Jahr 6 n.Zw. Geboren. Herodes war im Jahr 4 v.Zw.gestorben – also bereits 10 Jahre tot. Man weiss ja auch bis heute nicht, ob Jesus in Bethlehem oder in Nazareth geboren wurde.
Das Problem liegt darin, dass die Evangelien keine Niederschriften von Augenzeugen waren. Sie sind frühestens um 80 n.Zw. entstanden, die ältesten erhaltenen Bruchstücke stammen aus der Zeit um 200 n.Zw., die erste komplette Niederschrift ist der Codex Sinaiticus, dieser stammt aus dem 4.Jahrhundert n.Zw.
Sollte jemand meinen, der Wunderstern, der die Weisen vom Morgenland zu Jesus führte (Matthäus) sei eine Konjunktion von Jupiter und Saturn mit gleicher Deklination gewesen - es gab sie annähernd dreimal in dieser Zeit, etwa um den 1.6., den 1.10. und den 5.12. des Jahres 6 v.Zw. Schon Kepler hatte sich um diese Daten geplagt, allerdings hatte er hierfür nur seine Rudolfinischen Tafeln und noch keinen Computer.
Ein Computer kann eben alles (aber sonst nichts).

Position der zwei inneren Planeten
Machen Sie einmal ein Horoskop für den 08.06.2008 und Sie haben in diesem Horoskop eine der nicht allzu häufigen Konjunktionen von Sonne, Merkur und Venus. Die drei stehen scheinbar an einem Ort (natürlich nur in Längengraden). Dem ist aber nicht so. Machen Sie dieses Horoskop heliozentrisch, dann sehen Sie die Reihe der Gestirne Erde – Merkur – Sonne – Venus. Es ist also eine Erde – Merkur Konjunktion in Opposition zur Venus. Da die Merkur- und Venusbahnen um die Sonne kleiner sind als die der Erde, kommt es immer wieder zu einer oberen oder unteren Konjunktion von Merkur und Venus, man nennt die erdfernen Stellungen Vollmerkur oder Vollvenus, die erdnahe Stellung Neumerkur oder Neuvenus. In diesem Horoskop ist geozentrisch Merkur in unterer und Venus in oberer Konjunktion.
Der erdnahe Merkur (Perigäum) ist von der Erde 77.3 Mio km entfernt, der erdferne Merkur (Apogäum) 221.9 Mio km. Die erdnahe Venus 38.3 Mio km, die erdferne 260.9 Mio km. Die Entfernung der Erdbahn von der Sonne, die ja leicht ellipsoid ist, ist im Perihel 147.1 Mio km, im Aphel 152.1 Mio km.
Die Position der beiden inneren Planeten erkennen Sie sehr leicht daran, dass Merkur und Venus sich nach einer UK (untere Konjunktion) nach Westen (rückläufig) bewegen und nach einer OK (oberen Konjunktion) nach Osten (vorläufig).

 

-


Allgemein
Startseite
Sitemap
AstroLinks
Sprüche
Astroletter
Freeware
Veranstaltungs-
Kalender


-


Astrologie Artikel
Astronews
Grundlagen
Horoskopie
Geschichte
Online Astrologie
Partnerschaft
Politik
Stundenastrologie
Rezensionen
Schachtel


-


Horoskope
A-Z
Astrologen
Ereignisse
Habsburger
Künstler
Politiker


-


Kontakt
Kontakt
Autoren
FAQ
Impressum
Mediadaten
Technik
Weblog



Suche in Sternwelten:


 
Kommentar zu diesem Beitrag:
Kommentar:

Email.:

Email und Name optional zwecks Antwort:
Name:

 
  
Ihr Feedback wird nicht veröffentlicht, auch ihre Email-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben. Wir freuen uns aber über ihr Feedback zum Beitrag und leiten es an den Autor/die Autorin weiter.
Quelle: Online Magazin Sternwelten
© 2000-2008 by Sternwelten