Astronews 2002
Von Sternwelten Redaktion
Astronews: Kurzfristige Berichterstattung zur Astrologie und verwandten Themen (Astronomie, Geschichte, Philosophie,...)
Nationalratswahlen Oe - Prognose
22. November 2002 Starke Verluste bei der FPÖ, Zugewinne bei SPÖ (evtl. knapp erster Rang) und vor allem bei der ÖVP, eine Befestigung bei den Grünen. Dies ist unter Vorbehalt eine Prognose von Mitgliedern der DAV-Sektion Mundan-Astrologie, denn es konnten die Aszendenten der Parteigründungen in der Kürze der Zeit nicht gefunden werden. Diese Wahlanalyse auf Astrologix liefert interessante Gesichtspunkte, etwa zu den weiterhin bestehenden Kommunikationsschwierigkeiten zwischen ÖVP und SPÖ. Ein auffälliger Transit bei Schüssel (Neptun am AC) verspricht längerfristig, ungeachtet seines persönlichem Wahlerfolgs, nichts Gutes. Die Prognose verweist ausserdem auf ein neu ausgegrabenes Staatshorsokop für Österreich, verifizieren es mit signifikanten Transiten und empfehlen es der weiteren Beobachtung und Prüfung. Nächster Termin wäre gleich der Nikolaustag 2002 mit einer Konjunktion Mars/Venus direkt auf dem DC. Quelle: Nationalratswahlen in Österreich 2002 - Mundanastrologische Gedanken von G.Lukert, C.Salvato, B.Firgau, A.C.Schneider
Transplutonischer Himmelskörper entdeckt
07. Oktober 2002 BBC, Sidney Herald und der Indian Express berichten von dem Fund eines planetähnlichen gefrorenen Himmelskörpers jenseits Pluto. Der größte diesbezügliche Fund seit der Entdeckung Plutos selbst vor 72 Jahren. Die astronomische Entdeckung wurde heute in in Birmingham, Alabama, bei einem meeting der American Astronomical Society's division of planetary sciences bekanntgegeben: Quaoar soll ca. halb so groß wie Pluto aber größer als dessen Mond Charon sein! Im Palomar Schmidt Teleskop wurde anfang des Jahres das Objekt entdeckt und bereits am 05. July + 1. August 2002 im Hubble space Teleskop aufgelöst. Der Durchmesser wurde auf ca. 1300 Kilometer bestimmt. Laut dem Tongva Stamm kam Quaorar direkt vom Himmel und ordnete das Chaos, legte die Welt auf 7 Riesen und erschuf die kleinen Tiere und dann den Menschen. Quelle: Original press release, FAQ about Quaoar.
asteroid flyby
01. August 2002 Am 18.August wird der Asteroid 2002 NY40 nah an der Erde vorbeifliegen. Mit Feldstecher bereits wird der flotte Bursche am Himmel auszunehmen sein! Sein ungefährer Durchmesser liegt bei 800 km. Astronomen beziffern die durschnittliche Wahrscheinlichkeit dieses Ereignis mit 50 Jahren. Besonders spannend ist für die Astronomen die gelungende Vorhersage und dadurch ermöglichte Beobachtungsprogramme: Look at that Asteroid. Laut der Himmelskarte dürfte sein Auffinden das Streifen des prägnanten und lichtstarken Sommerdreickes (Vega, Deneb und Altair) sehr erleichtern.
dies caniculares
26. Juli 2002 Die heißesten Hochsommertage in Europa (vom 23. Juli bis zum 23. August) hießen schon im Lateinischen "dies caniculares", das heißt "Hundstage". Sie wurden so benannt, weil die Sonne in dieser Zeit beim Hundsstern (auch: Sirius) im Sternbild des Großen Hundes steht. [..] Bleibt zu wünschen, dass die nächsten Wochen uns keine Affenhitze, aber auch kein hundsmiserables Wetter bescheren. Aus Duden-Newsletter (hoffe dies ist bereits bekannt :-).
Forschungskreis Alchemie
20. Juni 2002 Der Forschungskreis Alchemie e.V. besteht seit dem 20. Februar 1994 mit Sitz in Helsa bei Kassel. Wegen der weiten räumlichen Zerstreuung der aktuell 110 Mitglieder (Jahr 2002) könnte man ihn eher als Forschungsnetz bezeichnen. Verschiedene Aktivitäten, die bis zu diesem Zeitpunkt privat organisiert wurden, haben seitdem ein gemeinsames Dach gefunden. Die Ziele des Vereins sind Erforschung und Förderung von Alchemie und Spagyrik; Aufarbeitung ihrer Grundlagen in ganzheitlicher Sichtweise, insbesondere aus den Bereichen Geschichte, Philosophie, Psychologie, Laborpraxis und Heilkunde; selbstlose Verbreitung dieses Wissens und die Vernetzung von verschiedenen Arbeitsgruppen. Der Forschungskreis Alchemie e.V. ist bei der Verfolgung dieser Ziele in keiner Weise weltanschaulich, politisch oder konfessionell gebunden. Grundprinzip ist der freie Austausch von Wissen und Meinungen ohne Gewinn- und Machtstreben. Quelle: News www.bunkahle.com
Grammatik Stern[bild]namen
14. Juni 2002 1. Genus: Sterne und Sternbilder haben ihr Genus von dem betreffenden Wesen oder Ding, nach dem sie benannt sind: der Jupiter, der Saturn, der Drache; die Kassiopeia, die Waage, die Venus; das Chamäleon, das Dreieck. Wo das Genus aus der Bedeutung nicht abzuleiten ist, steht meist das maskuline: der Algol, der Arktur, der Formalhaut, der Beteigeuze. Die auf -a endenden sind jedoch feminin: die Wega, die Kapella, die Gemma. 2. Schreibung: Zu Stern[bild]namen gehörende Adjektive werden großgeschrieben: der Große Bär, der Kleine Bär, der Kleine Löwe, der Fliegende Fisch, der Sobieskische Schild. Aus Duden-Newsletter: Duden 9, Richtiges und gutes Deutsch, Mannheim 2001.
Ideenwettbewerb Ergebnis
26. Mai 20002 An dieser Stelle sei allen Mitwirkenden großer Dank ausgesprochen. Ohne laufende Rückmeldungen, Fehlerberichte und qualitativ wertvolle Kommentare könnte sich Sternwelten nicht weiterentwickeln. Gewinner des Ideenwettwerbes sind Hannes Bongard für die Befürwortung einer tagesaktuellen astrologischen Presseschau und Elisabeth von Umfahrer für den Vorschlag einer Portierung des Sternwelten Site mittels Open Source Plucker auf Handheld. Die Buchpreise des Chiron Verlages ergehen an die Gewinner. Beide Ideen sind stark im Sinne der Sternwelten Redaktion. Die erste Idee ist für jegliches seriöse Magazin eigentlich ein "Muss" und kann potentiel fundierte Berichterstattung zur Astrologie fördern. Der zweite Vorschlag entspricht dem Grundgedanken des Mediums "www" nach freiem und leichtem Wissenszugang möglichst abstrahiert von der Ausgangssituation des Betrachters, und bekräftigt somit einen wichtigen Grundgedanken Sternweltens.
DAV Kongress
25. Mai 2002 Der nächste internationale Astrologie-DAV-Kongress findet zum Thema Geburt - Tod - Transzendenz vom 28.-30. Juni 2002 in München statt. "Das Thema ist wie kaum ein anderes geeignet, die Breite und den Tiefgang der Astrologie zu unterstreichen. Daher erwarten wir rege Publikumsbeteiligung, weshalb es sinnvoll ist, sich bald eine Tagungskarte zu sichern. Wie üblich bekommen die DAV-Mitglieder einen Sonderpreis, ebenfalls werden wiederum die Frühbucher besonders honoriert. Daher ist es doppelt sinnvoll, sich bereits jetzt anzumelden! Es haben Referenten aus der Schweiz, Österreich, Niederlande, England, USA, Italien und Deutschland zugesagt. Wie Sie sehen, wird es ein sehr dichtes Programm sein, bei dem ca. 60 Referenten anwesend sein werden. Wir haben 6 Räume, in denen parallel gearbeitet wird - ich bin daher sicher, dass für jeden etwas dabei ist. Auch für die Unterhaltung wird natürlich gesorgt. Wie bei unseren Tagungen üblich, findet ein kulturelles Rahmenprogramm statt, und am Samstag, dem 29.6.2002 können Sie an einem geselligen Abend im Hofbräukeller mit Astrodrama, Kabarett, Astromodenschau und Büffet teilnehmen. Außerdem gibt es während der Tagung wieder eine Ausstellermesse." (Quelle: DAV News) Regelmäßige internationale astrologische Kongressdaten by Tees Reitsma
Aszendent Liebe
23. Mai 2002 Morgen abend , Freitag den 24.Mai 2002, sendet die ARD um 20:15 Uhr die Komödie "Aszendent Liebe". Eine Astrologin soll mit Horoskopen neue Besucher in die Berliner Sternwarte locken - was dem Astrophysiker des Hauses gar nicht gefällt. Doch bald erteilt die Astrologin ihm eine Lektionnin Sachen Liebe. Ob der Film etwas taugt muss man sehen, ich wollte aber dennoch den Hinweis geben. Immerhin scheint die Astrologie dabei ja ganz gut wegzukommen. Angeblich ist dies auch der Auftakt für weitere Filme dieser Machart. Man darf gespannt sein. Viel Vergnügen. Quelle: Mitteilung des Chironverlages
GAM Format
09. Mai 2002 Das offene, astrologische Datenbankformat GAM hat das Zeug zum europäischen Datenaustausch- Format zu werden. Diese frazösiche Kreation entstand aus dem Zusammenspiel dreier wichtiger astrologischer Programme. Seine Vorteile sind die einfache Menschenlesbarkeit und Maschinenintegrierbarkeit. Eine Gam-Datei ist eine Textdatei, in der jede Zeile einem neuen Eintrag - sprich einem Horoskop - entspricht. Die Zuordnung ist eindeutig und enthält fakultative Felder wie Geschlecht, Kommentar und Quelle. Auf Sternwelten ist eine deutschsprachige Dokumentation dieses Formates im Entstehen: GAM Dokumentation.
Nächte der 6 Planeten
01. Mai 2002 Freier Himmel vorausgesetzt können derzeit in einer Nacht alle sichtbaren Planeten gesehen werden. In astrologischer Manier wird der Mond zu den Planeten hinzugezählt. Nach Sonnenuntertag sieht man in Richtung WNW Merkur, Venus, Saturn, Mars und Jupiter. In aller Früh zeigt sich dann der Mond. Merkur kann bis ca. 9. Mai beobachtet werden. Die Venus ist auffällig nach dem Mond das derzeit strahlend hellste Himmelsobjekt. Jupiter ist immer noch sehr hell. Weniger auffallend sind dagegen Saturn und Mars. Die Schau der Konstellation eignet sich gut zur Erweiterung astronomischen Wissens im Vergleich zum "Hier und Jetzt Horoskop" der jeweiligen Dämmerung: Ein beindruckendes Schauspiel der Natur unseres Sonnensystemes. Der Komet Ikeya-Zhang (C/2002 C1) nimmt hoch am östlichen Morgenhimmel seinen Abschied.
Französische Präsidentenwahlen
24. April 20002 Die Fédération des Astrologues Français [ fdaf.org ] publiziert die Daten der wichtigen Präsidentschaftskandidaten (Die Gebutszeit von Jaques Chirac wird auch im Taeger und Meridian vertreten, allerdings ist bei Mittagsangaben immer Vorsicht zu walten): Jaques Chirac 29. November 1932 12h UT Paris/F, Jean-Marie Le Pen 20. Juni 1928 02h30 UT Trinité-sur-Mer/F (-03w01'42" 47n35'10") Lionel Jospin 12. Juli 1937 22h10 UT Meudon/F (02o14'27" 48n48'29") Dossier des "Élections Présidentielles". Der jetzige Präsident geht gegen den rechtsextremen Überraschungsgegner Le Pen in den zweiten Wahlgang. Wegen Zersplitterung der linken politischen Kräfte und ungenügender Mobilisierung verläßt Lionel Jospin die politische Bühne. Den erwarteten Sieg von Jaques Chirac sieht auch Christopher A. Weidner anhand schwerer Le Pen Transite gesichert.
Ideenwettbewerb Sternwelten
15. April 2002 Drei Bücher verlost Sternwelten unter den originellsten Einsendungen(!) Der Astroletter geht nun in seinen dritten Jahrgang. Anläßlich dieses freudigen Jubiläums veranstaltet Sternwelten diesen _offenen_ Ideenwettbewerb. Wir freuen uns über _neue Ideen_ und Anregungen unserer Leser. Von Gestaltungsideen, Verbesserungswünschen, Fehlerbeseitigungen, eigenen Texten/Graphiken oder Ergänzungsvorschlägen bis zu ausgereiften Erweiterungen ist alles erlaubt. Gutes Feedback und die kommunikative Interaktion mit unseren Lesern lieferte Anstoß zu diesem kreativen Wettbewerb. Teilnahmebedingungen: Keine - Alles ist erlaubt. Die Jury setzt sich aus dem fixen Sternwelten-Team, sowie Freunden: Lisa Haag (Jazz-Sängerin), Wolfgang Peterat (Astrologe und Astroplus Programmierer) und Dieter Würch (Besitzer der Buchhandlung 777) zusammen. Die Juroren vergeben Punkte an ihre Auswahl, der Vorschlag mit den meisten Punkten gewinnt. Rechtsweg ist ausgeschlossen. Im Astroletter 26 werden demokratisch die Resultate der Gewinner veröffentlicht. Ganz Herzlich danken wir Reinhardt Stiehle vom Chironverlag für die Unterstützung dank eigenster Zusendung der Preise. Einsendeschluß ist bis inklusive 25. Mai an. Die drei Gewinner erhalten mit kurzer Sternwelten Widmung: "Wege der Astrologie" - Schulen und Methoden im Vergleich - Christoph Schubert-Weller oder "Venus" - Planet der Liebe und Sinnlichkeit - Erin Sullivan oder "Astrologie" - Von Babylon zur Urknall-Theorie - Lars Steen Larsen/Erik Michael/Per Kjaergaard Rasmussen.
Komet 2002 C1 Ikeya-Zhang
23. März 2002 Der Komet 2002 C1 Ikeya-Zhang wurde am 1. Februar von 3 Amateurastronomen wiederentdeckt. Ephemeridenberechnungen lassen vermuten, daß Ikeya-Zhang bereits 1661 beobachtet wurde. Er ist auf der nördlichen Hemisphäre der am besten beobachtbare Komet seit Hale-Bopp (1997). In der Nacht vom 18. zum 19. erreichte er sein Perihel, den sonnennächsten Punkt seiner Bahn (Distanz zur Sonne: 76 Millionen Kilometer, dies liegt zwischen der Merkur- und Venusbahn). Am 30. April gelangt er zum erdnächsten Punkt seiner Bahn. Momentan wandert er in 4. Magnitude durch die Konstellation der Fische und ist somit mit freiem Auge erkennbar. Er ist tief am Abendhimmel Richtung Westsüdwest nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar: Comet Ikeya-Zhang Photo Gallery, Ephemeriden.
Die Geschichte des Papiers
16. März 2002 Der Traum des papierlosen Büros dank elektronischer Speichermedien bleibt weiterhin unrealisiert, insbesondere der eines scheidenden Bibliotheksdirektors, der "weg von den Büchern will". Sicherlich ist die Lektüre am Bildschirm eine andere, als die eines Blattes Papier. Möglicherweise wird der eine oder andere Sternwelten Artikel seinen Weg dank eines Druckers auf diesen Werkstoff finden. Die Vorteile des Mediums Internet genießend hier eine kurze Sammlung zum Thema passsender angenehmer Artikel: Die Geschichte des Papiers, Lesen am Bildschirm und Weg mit den Büchern.
Farbe des Universums
09. März 2002 Die Forscher der "Hopkins University" sind sich bezüglich der Farbe unseres Universums noch nicht wirklich ganz sicher. Die Astronomen hatten im Januar blasses Türkis mit einem Hauch von Aquamarin bekannt gegeben. Aufgrund eines Softwarefehlers korrigierten die Wissenschaftler Ihre Ankündigung auf: -leicht gewöhnliches - beige!!! Diese Farbe bezieht sich auf die Summe aller Abstrahlungen beobachteter Galaxien. Die Annahme basiert auf der Wahrnehmung des menschlichen Auges, sowie einer gleichzeitigen Sichtung aller beobachteter Galaxien. Cosmic Spectrum Helles Türkis
Astrologix Foren
08. März 2002 Astrologix ist berühmt für die Lebendigkeit seiner Foren. Die Astrologix Foren profilieren sich dank der Güte und dem Können seiner Moderatoren, die zahlreiche aufkommende Fragen einfachst beantworten oder diskutieren. Zitat von Flying Chaos: "Es ist immer Platz für alle, das ist sehr schön". Die Foren bieten Vielfalt zur Auswahl für alle: Mundan-Astrologie, Rythmenlehre, allgemeine und medizinische Astrologie... Gleichzeitig zum letzten Astroletter wurde ein neues Forum für siderische Astrologie eingerichtet: Astrologix Foren
Treibhauseffekt
28. Februar 2002 Die Oberflächentemperatur eines Planeten hängt von der Strahlungsmenge, die er von der Sonne erhält, von deren Reflexion und dem Treibhauseffekt ab. Der Treibhauseffekt sorgt für Erwärmung dank Absorption der reflektierten Infrarotstrahlung der Gasmoleküle Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Die dichte Atmosphäre der Venus zum Beispiel erwärmt sich wegen der Treibhausgase um 460° C, die Erdatmosphäre dagegen "nur" um 35° C. Schüler haben eine interessante weiterführende Linksammlung zusammengestellt.
Mond-Jupiter Bedeckung
22. Februar 2002 Die Bedeckung des Jupiters vom Mond kann vom deutschsprachigen Raum aus am 23. um 4 Uhr morgens beobachtet werden, freier Himmel vorausgesetzt. Diese Konjunktion empfiehlt sich daher entweder für Frühaufsteher oder feiernde Festgeher. Leider bleibt unseren Längen verborgen, wie Jupiter wieder hinter dem Mond auftaucht, denn dann sind bereits beide untergangen. Anschließend wird der volle Mond am 26 an Regulus im Löwen vorbeiwandern. Astrophotographen können diese astronomischen Momente mittels Digitalkameras aufnehmen. Gute Schnappschüsse liefern fröhliche Gedanken an die Pracht dieser himmlischen Ereignisse inmitten unseres alltäglichen Mesokosmoses.
Wissenschaftlichkeit(?)
15. Februar 2002 "[..] Heute noch versuchen die verschiedensten Fächer ihr Ansehen dadurch zu vermehren, daß sie ihre akademische Verbindungen oder, wie man sich auch ausdrückt, ihre Wissenschaftlichkeit beweisen. Die Astrologen, zum Beispiel, verdienen eine Menge Geld - aber zufrieden sind sie damit nicht. Es genügt ihnen auch nicht, daß viele Menschen ihren Bemühungen mit fast religiöser Ehrfurcht folgen - Wissenschaftler wollen sie sein. Wissenschaftlichkeit erhöhte das Ansehen schon zur Zeit [der Renaissance] [..]" Aus "Wissenschaft als Kunst", Paul Feyerabend, Frankfurt am Main 1984.
Hildegard Knef zur Astrologie
11. Februar 2002 "Gewaltlos wischt dieses Buch die Nebelschwaden, die die Astrologie noch immer umkreisen, fort. Von Kepler über Newton bis C.G.Jung sein dem Autor Dank. Dank auch, dass er die hochmütige Einfalt mancher Halbwissender ad absurdum führt, insbesondere, da die gängigen Allgemeinhoroskope der Zeitschriften heutzutage Verwirrung, Ablehnung, Neugier plus Ärgernis ausgebrütet haben." Hildegard Knef 1979 in einem Vorwort zu einem Astrologiebuch Frank Sperdin gilt herzlicher Dank für diese Stimme zur Astrologie.
Mondeinflüsse auf den Menschen
03. Februar 2002: Das Forum für Parawissenschaften veröffentlichte im Januar eine Untersuchung zu der Frage, ob das Komplikationsrisiko bei chirurgischen Operationen von der Mondphase und der Stellung des Mondes in den Tierkreiszeichen abhängt. In ihrer aktuellen wissenschaftlichen Studie "Moduliert der Mond die perioperative Blutungsgefahr und andere Komplikationsrisiken im Umfeld von chirurgischen Eingriffen?" untersuchen der Soziologe Edgar Wunder, Geschäftsführer von Forum Parawissenschaften e.V., und der österreichische Chirurg Michael Schardtmüller die Stichhaltigkeit dieser These. Dazu wurde u.a. bei 228 Patienten, die Knie- und Hüftoperationen unterzogen wurden, mit statistischen Verfahren nach einer eventuellen Bedeutung der Mondphase gesucht. Die Ergebnisse dieser Studie sind ernüchternd: Der Mond ist für den Operationserfolg irrelevant. Zur Studie (PDF, 147 kB) Literaturliste Mondeinflüsse (PDF, 90 kB) Aus Forum der Parawissenschaften - Studie des Monates siehe dazu auch im Artikel der Mond is a nackete Kugel diverse Bauernregeln.
Ein nie vorher gesehener Stern
19. Januar 2002: Manchmal des Nachts, wenn ich die Öfen schürte, Sah ich durchs Fenster, nah und weltenfern, So jäh, als ob mich eine Hand berührte, Den nie vorher gesehenen Stern.
Er sprang und zuckte grün in kaltem Feuer - So groß war nie ein Licht, und kein Planet. Mein Blick war blind davon, und ungeheuer Erschrak mein Herz, und fand nicht zum Gebet.
Hob dann die Lider ich, war er verschwunden. War es ein Zeichen? War's ein Ruf des Herrn? Ich frage nicht. Doch hält mich tief gebunden Der nie vorher gesehene Stern. Carl Zuckmayer
Als wär's ein Stück von mir
12. Januar 2002: Wer in einer der sieben Nächte zwischen Weihnachten und Neujahr geboren ist, und noch dazu am Sonntag, der kann, so heißt es, die Tiere sprechen hören. Und ich möchte allen Ernstes behaupten, daß ich es kann. Nicht so genau wie der Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Aber ich kann es auf meine Weise, und ich halte das sogar für meine berufsentscheidende Eigenschaft. Denn wer die Tiersprache versteht, wer bereit ist, der Kreatur zu lauschen, ahnt, was die Menschen mit ihrer Sprache meinen und wollen - die nur zum Schein ein logisches Gebäude ist. In Wirklichkeit ist sie aus Laut und Klang vieltönig komponiert, um hinter nomen und pro-nomen, Grammatik und Syntax ihren eigentlichen Wahrsinn zu verbergen. Am stärksten erfährt man das, wenn man in einem fremden Land Menschen in einer völlig unbekannten Sprache miteinander reden hört: plötzlich versteht man vom Ausdruck her ihre elementare Bedeutung. Noch wurzelnäher ist das Verstehen des Kindes. Die Sprache springt in ihm auf wie ein kleiner kullender Quell. Bald wird sie zum Bach, zum Fluß, zum Strom, so mächtig wie der mittlere Rhein, und der Dichter ist selbst das Wasser in diesem Strom, mit allem was darin schwimmt und was sich darin spiegelt. Man hat mir erzählt, daß die ersten Wörter, die ich außer den Lauten für Mutter, Vater und Bruder sagen konnte, Pferd, Katz und Hund waren, bald kam wohl die Kuh, die Geiß und die Nachahmung des Hahnenschreis dazu. Im Pferdestall eines Nachbarn wurde ich gefunden, als ich einmal, kaum des Laufens fähig, durch eine Lücke im Gartenzaun entwischte: sorglos und wohlbehütet zwischen den Hufen des großen Brauenen, der das Kind mit seinen warm-feuchten Nüstern beschnaubte. Aus "Als wärs ein Stück von mir - Horen der Freundschaft" Carl Zuckmayer, Ausgabe 1986, Frankfurt a. Main.
Ahnenforschung
8. Januar 2002: Der Name unserer Urgroßeltern wird jedem von uns wohl oder übel nicht mehr so geläufig sein, auch wenn sie sicherlich namentlich bei diversen Familientreffen erwähnt wurden. Familiengeschichten mögen manche langweilen andere interessieren, ihre Gestalten dürften aber typisch für eine verklungene Zeit sein, deren Ton noch in unsere Zeit hallt. Astrologen passionieren sich meistens für Familienforschung. Eine ganze Reihe statistischer Astrologen wollten dank vererbter Konstellationen die Astrologie beweisen (Freiherr von Klöckner, Michel Gauquelin,..). Nachdem in der Astrologie die Berechnungen erleichternde Software längst Einzug gefunden hat, entdeckt man ebenso mächtige Werkzeuge auf diesem naheliegendem Gebiet. Das Ahnenblatt ist ein Programm zur Ahnenforschung. Neben übersichtlicher Handhabe lassen sich anschauliche Ahnen- und Stammlisten ausdrucken. Außerdem stellt der Programmierer Dirk Böttcher Ahnenblatt als Freeware zum Download zur Verfügung: www.ahnenblatt.de
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